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Schämst dich? Vergiss niemals wo du her kommst

Was die anderen sagten

“Deine Cousinen, die haben es drauf – für dich muss man sich schämen!”

“Was soll bloß aus dir werden?!”

“Mit 18 schon ein Kind – du spinnst doch wohl!”

“Auf mich brauchst du dich nicht verlassen, selbst schuld!”

… Ein Teil der Sprüche, mit denen ich aufgewachsen bin.

Lange, sehr lange habe ich mich geschämt. Hab mir die Schuld gegeben das mein Leben so verkorkst ist. Das ich nichts auf die Reihe bekomme, weil ich faul und zu nichts nutze bin. Weil sich meine Mutter und ihre Mutter (also meine Oma)  für mich schämen mussten. Weil ich einfach nichts wert bin.

Außerdem bin ich die Tochter meines Vaters, was alles nur noch schlimmer machte.

Gewollt war ich ja eh nie, und dann noch so was. Ich hätte mich ja wenigstens mal anstrengen können.

Bei irgendwas.

Stattdessen hab ich Kinder bekommen.

Viel zu früh.

Ohne Job.

DIE Mail

Gestern hab ich eine Mail bekommen.

Ich hatte beim lesen Tränen in den Augen, weil diese wunderbar liebe Person sich mir so verbunden fühlt und mir ihre Story erzählt hat.

Ich konnte ihr noch nicht antworten, weil mir (tatsächlich) die Worte fehlen.

(L. Ich schreib dir in einer ruhigen Minute <3 )

Aber diese Mail, dieses Vertrauen zu mir, hat mir etwas gezeigt: ich bin auf dem richtigen Weg. Ich erreiche mein Ziel: Dir zu zeigen, dass du stolz auf Dich sein kannst. Das Du nicht wegen deiner Vergangenheit (oder Gegenwart) schuldig fühlen musst. Ich freue mich, wenn du aus meiner Vergangenheit lernst. Ich bin super stolz, wenn du sagst: “Verdammt noch mal – ich bin ja doch nicht allein! Da gibt es jemanden, die hat genauso viel Scheiße hinter sich, wie ich. Oder noch mehr.”

Denn niemand ist perfekt – auch wenn uns das Netz das vorgaukeln möchte.

Oder die Geister der Vergangenheit uns das einreden wollen.

Meine Story

Ich bin 32 – fühle mich aber mal wie 16 und mal wie 82.

Je nach Tagesform.

Für Sport bin ich viel zu faul.

Angucken reicht mir schon.

Gesund ernähren ist mir auch zu anstrengend.

Soviel Schokolade wie ich (fr)esse, müsste ich eigentlich weit über dem Bodymassindex liegen.

Trotzdem reißen auch mir die Hosen.

Im Gegensatz zu meiner Kleidergröße sind meine Füße mit Gr. 40 riesig.

Ich hasse Füße.

Das sind doch entstellte Hände oder?

Mein Leben ist jetzt bunt – garniert mit Konfettistreußeln und `ner fetten Kirsche.

Darunter steckt allerdings ein Kackhaufen.

Kackhaufen

Ich habe weder Abschluss noch Ausbildung.

Ich könnt jetzt Ausreden erfinden.

Aber im Grunde habe ich ab Kl 9 die Schule einfach geschmissen.

Ein Umzug (von Sachsen Anhalt nach Niedersachsen) und das sowieso schon gestörte Verhältnis zu meiner Mutter führten dazu.

Mit 16 Jahren bin ich dann auch schon von zuhause ausgezogen und hab mit 18 mein Wunschkind bekommen.

Nee, war kein Unfall. Mit Verhütung komm ich klar.

Leider war der Vater meiner großen einer der größten Fehler meines Lebens. Aber eine Notlösung. Alles war besser als “zuhause”.

2. Chance

Nachdem ich mich von dem endlich nach 4 Jahren getrennt hatte, habe ich ca. 2 Jahre später den Mann fürs Leben gefunden.

Oder ein halbes, das kann man ja nie vorher wissen. Also mal abwarten.

(richtig, die Große ist nicht von ihm – welch Schande…)

Mit Olli hab ich tatsächlich noch 3 Kinder bekommen.

Also ich hab sie bekommen.

Er hat sie nur gemacht.

Und das, obwohl ich eigentlich NIEMALS Kinder wollte.

Nun hab ich eine Großfamilie und sie ist das wichtigste und liebste in meinem Leben.

Vergangenheit

Durch meine traumatische Vergangenheit „erziehe“ ich mittlerweile Bedürfnisorientiert.

Meine Lichtblicke schreibe ich natürlich im Blog nieder.

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Dank bedürfnisorientierter Erziehung meiner 4 ist mir bewusst geworden, dass ich mich selbst finden muss.

Sonst würde ich durchdrehen #isso

Machen wir uns nichts vor.

Ich-Zeit

Da Familie zwar etwas ganz tolles ist aber nicht alles, hatte ich schon viele „Hobby`s“, um Zeit für mich zu haben: Nägel machen, nähen und dann irgendwann das schreiben.

Obwohl ich schon in meiner Pubertät sehr gern geschrieben habe.

Natürlich heimlich.

Ist ja in dem Alter peinlich.

Job

Dadurch das ich Hochsensibel bin, hab ich für das Blog Business ein ganz gutes Gespür, denk ich.

Mein Familienblog ist mittlerweile mein Job und wie das sein kann erzähl ich auch hier.

Da ich nie wusste was ich mal werden will, „wenn ich mal groß bin“ passt das ganz gut, denn hier kann ich mich austoben. Ich liebe meinen Blog.

Außerdem hab keinen Chef dafür aber die weltbesten Leser ever.

(Sonst wärst‘e ja nicht hier).

Einen „richtigen“ Job hatte ich zwar auch immer mal wieder, aber … das war nicht meinst.

Und außerdem: wer stellt denn schon eine Muddi mit 4 Kindern fest und ganztags ein?

Die könnten ja krank werden.

Traurig aber wahr.

Olli ist übrigens Elektriker.

Im großen und ganzen haste jetzt einen groben Überblick über mich.

Zusammenfassung

Über mich Assi Braut.

Eigentlich pass ich ja so was von gar nicht in dieses Blogger-Lifestyle Ding und gerade deshalb bin ich so gerne hier. #muhahahaha.

Kein Abi,  keine absolut mega tolle Ausbildung mit Bravour bestanden. Nur einen erweiterten Abschluss, den ich in meiner 3. Schwangerschaft nachgeholt habe und nie brauchte. Keinen richtigen Job. Und sowieso.

Zeitverschwendung.

Keine heile Familienwelt: Vater: Alkoholiker. Mutter kein Interesse. Scheidungskind.

Und auch habe ich den Mann an meiner Seite noch nicht im Sandkasten kennengelernt.

Ich bin keine perfekte Hausfrau, keine Super Mutter und beruflich hab ich einfach nur Glück gehabt.

Und wenn dich das nicht verstört hat, dann: geile scheiße das du noch hier bist!

Ich liebe mein Leben. Genauso wie es ist.

Ich bin im Vertrauen. #wiesichdasanhört …

Ich glaube fest daran, dass alles was mir passiert ist, einen Grund hatte.

Ich bin froh, dass ich bin wie ich bin, auch wenn nicht alles toll in meinem Leben war.

Und auch wenn es hier und da noch was an mir zu schleifen gibt – aber das ist mir wenigstens bewusst.

Es gibt Menschen, denen ist das niemals bewusst.

Wenn sie Glück haben, dann doch noch auf dem Sterbebett.

Ich weiß was ich habe. Ich weiß wie ich es bekommen habe, was es mir wert ist und vor allem schätze ich dies und niemals werde ich vergessen wo ich her komme.

Denn ich bin stolz auf das, was ich bis hierhin geschafft habe. Und das solltest du auch.

Diamanten bestehen halt auch nur aus Dreck.

Übrigens: diese eine Cousine von mir (Einser-Schülerin, Vorzeigekind, Klavier, Gitarren und Gesangs-Unterricht, kann 7 Sprachen, Abi mit 1…) hat ihr Studium irgendwann geschmissen und eine Kneipe mit ihren Kumpels aufgemacht. Seitdem habe ich nie wieder gehört, dass ich doch mal so sein soll, wie sie.  😉

Sei du und sei stolz auf dich!

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